Montag, 6. Juni 2022

Die Geschichte vom Mohnengel



Der Mohnengel

(Autor unbekannt)

Es war einmal ein kleiner Engel im Himmel, der die Menschen mit solcher Nähe und Zärtlichkeit begleitete, dass er den unwiderstehlichen Wunsch empfand, nicht nur mit seinen Flügeln über die Erde zu schweben und schützend die Menschen zu achten, sondern er wollte selbst auf ihren Straßen gehen, einer von ihnen werden.

Eines Tages sah er auf der Erde eine erblühte Mohnblume. Da schien dem kleinen Engel, als habe er im Himmel noch nie ein solches Rot empfunden und seine Sehnsucht, zur Erde zu gehören, wuchs. So trat er vor Gottes Angesicht und bat: 

"Lass mich auf die Erde, lass mich ein Mensch unter Menschen werden."

Da trat ein erhabener, weiser Engel dazu und sagte: 

"Weißt du auch, dass es auf der Erde nicht nur Sonne und Blumen gibt? Es gibt Stürme und Unwetter und allerlei Ungemütliches." 

"Ja", erwiderte der kleine Engel, dass weiß ich. Doch sah ich auch einen Menschen, der hatte die Kraft einen großen Schirm aufzuspannen, sodass zwei Menschen darunter Platz hatten.  Es schien mir, den Beiden könnte kein Unwetter etwas anhaben." 

Da lächelte Gott dem kleinen Engel zu.

Die Zeit verging, und eines Tages erschien der kleine Engel wieder vor Gottes Angesicht und sprach:

 "Ich habe mir noch mehr angesehen von der Welt. Es zieht mich mehr und mehr hinunter." Da trat der erhabene, weise Engel wieder hinzu und entgegnete: 

"Weißt du auch, dass es Nebel und Frost und eine Menge verschiedener Arten von Glatteis auf der Erde gibt?" 

Da antwortete der kleine Engel: 

"Ja, ich weiß um manche Gefahren, doch sah ich auch Menschen, die teilten ihre warmen Mäntel. Und andere Menschen, die gingen bei Glatteis Arm in Arm." 

Da lächelte Gott dem kleinen Engel erneut zu.

Als wieder einige Zeit vergangen war, trat der kleine Engel zum dritten Mal vor Gottes Angesicht und bat: 

"Lass mich ein Mensch werden. So rot blüht der Mohn auf der Erde. Mein Herz ist voll Sehnsucht, etwas zu diesem Blühen beizutragen." 

Da trat der erhabene, weise Engel ganz nah zu dem kleinen Engel und fragte mit ernster Stimme: 

"Hast du wirklich genug hingesehen, das Leid und das Elend geschaut, die Tränen und Ängste, die Krankheiten, Sünde und den Tod geschaut?"

Mit fester Stimme erwiderte der kleine Engel: 

"Wohl habe ich auch das Düstere, Traurige und Schreckliche gesehen. Doch ich sah auch einen Menschen, der trocknete einem anderen die Tränen, der vergab einem Schuldigen und der reichte einem Sterbenden die Hand. Ich sah eine Mutter, die wiegte ihr krankes, ausgemergeltes Kind durch viele Nächte und wurde nicht müde, die alte leise Melodie der Hoffnung zu summen. Solch ein Mensch möchte ich werden." 

Da trat der erhabene, weise Engel zurück und Gott schenkte dem kleinen Engel seinen Segen und gab ihm viel Himmelslicht mit auf die lange Reise.

Bevor der kleine Engel zur Erde niederstieg, nahm ihm der erhabene, weise Engel einen Flügel ab und der andere Flügel wurde unsichtbar. 

Da fragte der kleine Engel: 

"Mein Gott, wie soll ich vorwärts kommen und wie zurück finden ohne Flügel?"

"Das herauszufinden wird deine Lebensaufgabe sein", hörte er Gottes Stimme zärtlich sagen.

In dieser Nacht kam ein kleines Kind zur Welt. Seine Mutter, noch vor Schmerz und Anstrengung betäubt, nahm das Kind in die Arme, sah das Himmelslicht wie einen Lockenkranz um das Köpfchen des Kindes leuchten und flüsterte: 

" Sei willkommen unter uns, mein kleiner Engel."

Noch lange sah man das Himmelslicht um das Kind. Doch wie das Leben so ist, es beschmutzt auch die reinsten und hellsten Lichter. All die vielen Einflüsse, die Härte und der Kampf taten ein Übriges. Bald sah niemand mehr, dass der Mensch himmlisches Licht in sich trug. Zwar machte sich der unsichtbare Flügel hier und da bemerkbar, doch was bei dem Kind als träumerischer, schwebender Schritt wahrgenommen wurde, das wirkte bei dem Heranwachsenden eher als unsicheres Schwanken und dann beim Erwachsenen nur noch als Hinken und Stolpern.

Je länger der Mensch, der einst ein Engel gewesen war, auf den staubigen und steinigen Wegen des Lebens ging, die mühsamen Treppen bestieg, die steil abfallenden, dornigen Hänge hinunter strauchelte, desto mehr hatte er vergessen, woher er kam und weshalb er hier wanderte. Einzig die Liebe zu den kleinen roten Mohnblumen, die an Wegrändern und Magerwiesen blühten, war ihm geblieben.

Viel Leidvolles begegnete dem Menschen auf seinem Lebensweg. Zwar konnte er manchmal eine Träne trocknen, zwar reichte er ab und zu einem schwankenden Mitmenschen die Hand, zwar brach er zuweilen sein Brot mit einem Hungernden, doch die meisten Rätsel blieben.  Er merkte mehr und mehr, wie wenig er tun konnte und wie vieles er unerledigt zurücklassen musste. Seine Kraft reicht nur für ganz wenig und oft schien es ihm, als bewirkte sein Leben nichts.

Jeden Frühling aber blühte der Mohn an den Straßenrändern und erfreute des Menschen Herz. Nach einem besonders langen, kalten Winter, in dem der Mensch kaum genug Wärme und Schutz, Raum und Nahrung, Freundschaft und Brot gefunden hatte, konnte er sich nur noch langsam und mühsam fortbewegen. Er musste viele Pausen machen und schlief vor Erschöpfung am Wegrand ein. Da erblickte er weit über sich auf einem unerreichbar hohen Felsen eine kleine wiese voll roten Mohns. Der Mensch rieb sich die Augen. So rot, so rot erblühte der Mohn!

Beim Anblick dieser Blumen wünschte er so sehr, dass er allen Menschen, denen er begegnete und allen Tieren, die um ihn waren, eine solche Blume und so ein klares, inniges Rot als Zeichen der Liebe schenken dürfe. Er bemerkte neben sich einen Wanderer, genauso müde, genauso gezeichnet von der langen Straße wie er. 

"Wohin schaust du so voller Sehnsucht und voller Wehmut?", fragte dieser. 

"Dort auf die Mohnblüten. So müsste die Farbe unserer Liebe sein." 

"Weißt du denn nicht, wie schnell diese Art Blumen welken, so wunderbar sie auch sind?", kam die Frage des Wanderers.
Der Mensch, der einst ein Engel gewesen war flüsterte: 

"Ich weiß um ihre Sterblichkeit, trotzdem ist kein roteres Rot in der Welt und in meinem Herzen. Diese Blumen sind wie die Liebe, mag das Äußere auch welken, ihr Rot bleibt in der Seele."

Da schauten sich die beiden Menschen ins Gesicht und erkannten den Funken Himmelslicht in den Augen des Anderen. Sie sahen, woher sie kamen, wozu sie gewandert waren und wohin sie noch unterwegs waren. Und sie sahen an sich jeweils einen Flügel. Voller Freude umarmten sie sich. Da geschah das Wunder. Sie erreichten das Mohnfeld. Gemeinsam konnten sie fliegen, denn Menschen  sind Engel mit nur einem Flügel - um Fliegen zu können müssen sie sich umarmen.

Zu dieser Stunde sagte Gott im Himmel: 

"Du hast herausgefunden, wozu du unterwegs warst und ich dich aussandte. Dein Mohn blüht jetzt im Himmel. Komm heim!"

So sind auch wir Menschen wie Engel mit nur einem Flügel. Wenn wir unser Ziel erreichen und fliegen wollen, müssen wir einander umarmen.






Quelle: Bilder "Poppy" von Pixabay

Mittwoch, 23. Februar 2022

Lausche der Gegenwart Gottes

Komm! Lass Dich von seinem Geist umwehen und erneuert wirst Du gehen. 
 

Ich lebe mein Leben (Rainer Maria Rilke)

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehen.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.



Gott ist die Liebe, in der ich (mir) vergebe.

Gott ist die Kraft, aus der ich lebe.          

"Trete heraus aus den Massen! Geh alleine wie ein Löwe und lebe dein Leben in Übereinstimmung mit Deinem eigenen Licht." ☆Osho☆
Wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.  2. Korinther 5,7

Es gibt nichts zu fürchten

🔆
Guidance
God u&i dance


So spricht Gott: Ich bin der Tanz und du mein Lied.


Quelle: Bild "Evening-sun" & "Lion" von Pixabay

Dienstag, 22. Februar 2022

Be(f)reit für Wunder

"Angst verurteilt, und Liebe vergibt. Vergebung hebt auf diese Weise auf, was die Angst hervorgebracht hat, indem sie den Geist ins Gewahrsein Gottes zurückführt. Er verurteilt nie. Gott ist die liebe, in der ich vergebe." 
- Ein Kurs in Wundern L.46 -

 

 


Selbstbefreit auf dem Weg ins Licht

Die Geburt Christi, das Wunder der Weihnacht will sich in uns Menschen verwirklichen. Durch die Aufnahme Jesus Christus in unser Herz, beginnt das Licht Gottes in uns zu brennen. Unser wahres Erbe.


"Wenn du versuchst zu leben, was du bist, musst du dich als erstes einrichten auf Widerstand, auf Einsamkeit. Du wirst, dass, was du bist, ein Individuum, im Grunde nur, indem du riskierst, einmal nicht dazu zu gehören. Es kann etwas Neues nur passieren, wenn du die Totalangleichung an das Allgemeine durchbrichst. Du musst nicht länger hören wie eine Fledermaus im Winde, was alles für Geräusche ringsum sind. Du musst lernen, nach innen zu hören. Auf die leise Stimme, die wirklich von Gott ist. Wie können Engel singen? Wie können Hirten davon hören, außer du fängst an, deinen Träumen zu glauben. Sie sind die Sprache, die Gott in dein Herz, deine Seele senkt. Du kannst genau wissen, was gut ist. Wofür steht das Kind in Krippe? Das wir riskieren dürfen arm zu sein. Überhaupt nichts zu haben. Gar nichts zu sein. Das Wunder ist, dass Kinder nur so auf die Welt kommen, und jede Frau ist in diesem Sinne eine Madonna. Sie liebt ihr Kind ganz einfach dafür, dass es da ist. Dieses Kind hat noch nichts, ist noch nichts, weiß noch nichts, aber die Mutter hat es lieb einfach für seine Existenz. Wenn wir das übertragen würden, als Grundgefühl des Lebens auf alles, hätten wir das, was die christliche Religion in der Weihnachtsgeschichte meint: Gott liebt dich einfach, weil du da bist. Du musst das nicht erst erschaffen und noch erkämpfen, denn dann wird’s nur wieder grausam und starr. So aber hoffnungsfroh, offen und voller Freude."
- Eugen Drewermann -

 


Quelle: Bild "Key" von Pixabay

Freitag, 18. Februar 2022

Glaubensbekenntnis


"Wer eine Freude an sich fesseln will, der stutzt dem Leben die Flügel; aber wer die Freude küsst, wie sie ihm zufliegt, der lebt wie im Sonnenaufgang der Unendlichkeit."
- William Blake -


Hallo schöne Seele, Du Sonnenstrahl Gottes!

Wie konnte ich die schwierigste Zeit meines Lebens überstehen? Durch zwei Menschen die sich lieb(t)en, obwohl die Umstände es verboten. Ein Geschenk des Himmels auf dem Weg zur Heilung. Am Rande der Welt leidenschaftliches Erinnern. Unsere Liebe erfährt sich als wahr in meinem Herzen. Sie ist irdisch frei und im Himmel auf ewig ein Bund. Loslassen müssen und festhalten wollen. Loslassen lernen und gehalten sein. So kam ich schließlich zu Gott - fand Ruhe, Kraft und eigene Wurzeln. Liebe ist der Grund, dass ich heute hier bin, wieder bei mir bin - im Seelenklang. Ein gehütetes Feuer in mir brennt - Vergängliches bloß die Asche am Rande eines Lagerfeuers ist. Es gibt für mich keinen Ort auf Erden, an dem Gott nicht ist. Hier mit Dir - wo alle Angst und Suche endet, ist der beste Ort der Welt, und ich bekenne meine Liebe zu Dir. Der Ausdruck von Wahrheit sind glückliche Träumer. Ihr Weg: Beziehung in Freiheit von Schmerz.


Das Leben ist nicht dazu da, um etwas zu verhindern, sondern um daraus zu lernen und zu wachsen.
wAhrlich lerne;
   Lieben ist herrlich
   Irren ist menschlich
   Vergeben ist göttlich
               ich bin
   Erlöst in Christus
               unsere 
            Liebe lebt
               sie gilt
                  es
            zu erfüllen
                 wie
           im Himmel
                  so
           auf Erden!   Amen.
Ja, ich will mich in ihr vollenden!
Dazu helfe mir Gott. Amen. 💞 19.01.2022




"Liebes, ich bin es, Dein Christus!
Ich bin Liebe. Liebe ist, was Du bist. Wir sind eins in Gott. Vollkommen und rein. In meinem Bewusstsein bist Du neu, sicher, heil und geheilt, Du bist ganz. Unendlich geliebt, wunderbar geführt und reichlich gesegnet. In Gott bist Du würdig, wertvoll, unschuldig, sündenlos und frei. Frei zu vergeben, um die Welt mit Dir zu erlösen und ewig getragen in Geborgenheit von den gnadenvollen Händen Gottes.
Liebes, vertraue und glaube in erster Liebe mir. Höre meine Stimme. Schau in mein Gesicht. Sag mir, was Du fühlst. Wünsch Dir, was Du willst. Mach alles klar für Dich. Durch Deine Hingabe kommt alles in rechten Fluss zu Deinem höchsten Wohle wie zum höchsten Wohle aller. Und wenn Sehnsucht Dir Dein Herz erschwert, denk dran hier sitzt wer - total verliebt in Dich.
Gott zum Gruße, Dein Jesus."



Erfüllt vom reinen Geist, erkenne ich die wahre Schönheit meines Seins. Ich bin der Geist der hell leuchtenden Liebe. Genau wie Du. Wir sind ewig - Ein Wunder in Gott.

So will ich sprechen mein Übergabegebet.


 "Jesus, heute lege ich mein Leben und Körper in Gottes Hände & mein Herz in Dein Herz & ich öffne meinen Geist dem Heiligen Geist mit der Bitte: Führe Du mich in Deiner Liebe, in Deiner Kraft und in Deiner Besonnenheit. Lehre mich ein Instrument Deines Friedens zu sein und die Welt mit Deinen Augen zu sehen. Danke, dass Du immer bei mir bist. Amen."

Total verliebt in Dich, Deine Romy.



Gegründet in Gott sei ein Träumer inmitten der Welt. Empfange seinen Himmel, wage es zu Lieben und lass Dich verwandeln in das Bild, das Gott von Dir gemacht hat. Niemand kennt Dich so gut wie er. Fühlst Dich wohl, dann fühlst Du Gott und wisse: Er träumt durch Dich gerade seinen schönsten Traum. 




Quelle: Bild "Butterfly" / "Assist" / "Cross"/ "Crown" von Pixabay

Mittwoch, 9. Februar 2022

Balance-Akt

Drohe ich auch im Chaos der Welt scheinbar zu ertrinken,
auf dem Grunde meines Herzens vernehme ich Gottes rufendes Winken:
"Komm her zu mir! Lass los das Kreuz der Welt und übergib dich mir. Ich will dich sicher verankern im Leben. Schöne Seele, vertraue mir. Du & ich, wir haben freie Fahrt voraus.
Ahoi!"



Zwei aufwühlende Jahre im Außen wie in meinem Inneren haben mich intensiv gelehrt, dass es mehr denn je auf meinen inneren Halt ankommt. Im Raum der Stille, auf dem Grund meines Herzens, beginnt jeder Tag in einem Date mit Gott. Vor allem Tagwerk wende ich mich Jesus, dem Gott meines Herzens zu. An seiner Theke der Herzlichkeit füllt sich mein Kelch mit reinstem Wasser. Überfließend genieße ich mein inneres Bad in Love. Da fällt mir prompt jener Vers eines Gedichts vom alten J.W. v. Goethe ein, mit folgendem Wortlaut: 

"Walle! walle
Manche Strecke,
dass, zum Zwecke,
Wasser fließe
und mit reichem, vollem Schwalle
zu dem Bade sich ergieße."

und ich füge noch hinzu:

"Fließe! Liebe fließe
über die von Angst beherrschte Welt.
Gott ist der Meister, weiß wie es gefällt
und Liebe sich ergieße.
Er rettet und wendet alle Not. 
Komm! und sei sein Zauberlehrling."

 

Wenn Gott mich prüft, prüfe ich immer auch Gott.



Geschaukelt, gepeitscht von den Wellen des Lebens fühlte ich mich oft in diesen stürmischen Zeiten, wie eine ausgesetzte Flaschenpost auf offenem Meer. Das wilde Treiben durch das Glas beobachtend merke ich, dass ich weder das Meer bin noch die Glasflasche. Sie dienen mir zur Erfahrung des Lebens wie mein Köper auf Planet Erde, doch mein Wesenskern entspricht jenem Brief im Bauch der Flaschenpost. Ein Lachen befreit sich empor, entfaltet mich ins Sein und ein Gefühl der Entspannung dehnt sich in mir aus. Zunehmend genieße ich die Fahrt. Sicher gewogen und getragen von Gottes unsichtbarer Hand, erreiche ich einen wunderschön hellen Strand. Mein Kopf ist nun frei, ich nehme den Brief heraus und lese Gottes Botschaft an mich:

 "Guten Morgen, Du Licht meines Lebens! Ich wünsche Dir einen Tag, der so wunderbar wird, wie Du es bereits bist. In meinen Armen findest Du Schutz. Unter meiner Liebe Kuss wächst Dein Wesen gestärkt auf. Du erwachender Engel meines Lichts, stets begleitet es Dich! Voller Liebe zu dir, Dein Gott." 

Zurück im Hier und Jetzt setze ich in Klarheit aus meiner Mitte heraus gelassen den nächsten Schritt. 

Wir leben angesichts der Corona-Pandemie weltweit in herausfordernden Zeiten, im wahrsten Sinne des Wortes. Genau darin liegt in all dem Chaos doch auch viel Gutes verborgen. Der Mensch will natürlich immer alles selbst im Griff haben und unter Kontrolle bringen. Doch mir scheint das Leben genau gegenteilig zu funktionieren. Es verlangt unsere vollkommene Hingabe und blindes Vertrauen an des Lebens göttliche Ordnung/Führung, die für mich eine Quelle der Liebe ist. Eine bedingungslose Kraft aus der alles Lebendige entspringt in purer Freude an der eigenen Existenz. Wo (er)leben wir dies in der heutigen doch so erwachsenen Gesellschaft? "Haste was, dann biste was - haste nichts, dann biste nichts." Wir überleben somit durch einen ständigen Kampf innen wie außen und wundern uns, warum es keinen Frieden auf der Welt gibt, und warum Gott uns so verlassen hat. Hat er wirklich uns verlassen oder haben wir von ihm gelassen? Mir ist Gott in meiner Freude wie in meinen Krisen spürbar nahe gewesen und mir wird nochmal mehr bewusst, wie lebensnotwendig für mich diese Anbindung an meine Quelle zu jederzeit ist.
 
Aus einer Ahnung erwächst in mir auf die Frage: "Wer bin ich? ", eine langersehnte Antwort: "Ich bin ein einzigartiger lebendiger Ausdruck der Liebe Gottes, genau wie du, und der Liebe meiner Eltern." Unser bewusstes Sein webt uns sicher ein in die höhere Weisheit des Universums. So wird aus Überleben in Angst Leben in Liebe. Jeder trifft für sich die Entscheidung. Mit meinem klaren „Ja“ zur Liebe beginnt die wundervolle Abenteuerreise in ein weites Land unbegrenzter Möglichkeiten. Dort erklingt die vertraute Symphonie, die nur durch eigene Töne vollendet werden kann. 

DAS bedeutet für mich geglücktes Menschsein.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen Mut zum beherzten Aufbruch. 
Die Leinen sind los - Ahoi!





"Licht und Luft heilen, und Ruhe heilt, aber den besten Balsam spendet doch ein gütiges Herz."  -Theodor Fontane-

...denn es ruht im Herzen Gottes. 
Danke, i💗you.



Mein Reiselied.



Quelle:
Bild "Bottle", Bild "Beach", Bild" Hand in Hand" von Pixabay

Samstag, 27. November 2021

Wir haben die Wahl

Zwei Wege der aktuellen Situation zu begegnen


1. Weg: Ethiker plädiert für Impfpflicht mit harten Strafen

Text: https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen, 27.11.2021

Aus Sicht des Jenaer Ethikers Nikolaus Knoepffler müsste eine allgemeine Corona-Impfpflicht für Erwachsene auch mit harten Strafen einhergehen. "Wer sich nicht impfen lässt, sollte so bestraft werden, dass es finanziell wehtut", sagte der Inhaber des Lehrstuhls für angewandte Ethik an der Friedrich-Schiller-Universität.

Auch am Arbeitsplatz müsste aus seiner Sicht Arbeitgebern das Recht eingeräumt werden, Arbeitnehmern zu kündigen. Knoepffler hatte noch im Sommer für eine "moralische Impfpflicht" plädiert. Weil die Menschen sich nicht solidarisch gezeigt hätten, müsse nun der Druck erhöht werden.

Aus Sicht Knoepfflers gibt es aber auch Alternative. Etwa der Verzicht, sich auf der Intensivstation behandeln lassen zu wollen oder die Beteiligung an den Behandlungskosten. Beides sei aber wohl schwer durchsetzbar. Eine Spaltung der Gesellschaft sehe er durch eine allgemeine Impfpflicht nicht. "Eher im Gegenteil: Ich sehe die Empörung und Wut von denen, die alles getan haben, dass man die Pandemie in den Griff bekommt."





2. Weg: "Gemeinsam! - Und nicht jeder für sich!"
Text: https://www.neuhaus-am-rennweg.de, 27.11.2021

In diesen Tagen hört man sehr oft die Frage nach Schuld oder den Vorwurf von Schuld. Schuld am Vorhandensein des Corona-Virus, Schuld daran, dass er immer noch nicht weg ist, Schuld an der hohen Anzahl der Infektionen, Schuld am Volllaufen der Krankenhäuser und Intensivstationen, Schuld an der nicht zufriedenstellenden Wirkung der Impfungen, Schuld am Nichtvorhandensein von genügend Impfstoff, Schuld an der Überlastung der Hausärzte…

Ich denke, es ist nicht eine Frage der Schuld. Ob jemand schuldig ist oder nicht, können bekanntlich in Deutschland nur Gerichte klären. Vielmehr ist es doch eine Frage nicht eingelöster Versprechen und nicht erfüllter oder enttäuschter Erwartungen. Auf allen Ebenen – vom Bund und Land über Landkreise bis zu den Gemeinden, in Unternehmen, in Familien und im Freundeskreis - wird darauf gewartet und gehofft, dass das Corona-Virus endlich wieder von der Bildfläche verschwindet und wir alle wieder unser vorheriges Leben zurückerhalten, wenn wir nur dies oder das machen, dies oder das nicht machen… Oder das jemand vorbeikommt und uns das abnimmt…

Von vielen Stellen wurden diese Erwartungen und Hoffnungen noch durch Versprechen genährt und unterstützt. Versprechen, die eigentlich nicht hätten gemacht werden dürfen. Versprechen, die einfach nicht gehalten werden konnten.
Menschen gehen sich auf der Arbeit oder im privaten Bereich an, werfen sich gegenseitig vor, an etwas Schuld zu sein. An Infektionen und Quarantänemaßnahmen, an Schließungen von Einrichtungen, an verschobenen Operationen – die Aufzählung wäre beliebig fortsetzbar. Die Ausmaße der Enttäuschung und Wut, oft auch der Machtlosigkeit oder Handlungsunfähigkeit, manchmal aber auch der Angst sind aktuell ebenfalls auf allen Ebenen erlebbar und spürbar.

Politik und Medien pushen das Ganze noch, Aktionismus und Paniksituationen sind die Folge.

Kein Wunder: Die ganze Welt ist betroffen, niemand war auf so etwas vorbereitet und bisher hat auch noch niemand auf der Welt ein Patentrezept gefunden – auch nach nunmehr zwei Jahren nicht.

Ich gebe zu: Ich habe auch keinen Masterplan. Ich kann nichts versprechen, ich kann nichts in Aussicht stellen. Ich verpflichte niemand zu etwas, ich empfehle niemand etwas. Weil ich es einfach nicht weiß.
Ich rate nur jedem, der es auch nicht weiß, es ebenso wie ich zu halten und es einfach zuzugeben, dass man keine Lösung zu bieten hat. Solange den sogenannten Heilsbringer niemand hat, sollte man sich auf allen Ebenen mit Schuldvorwürfen unbedingt zurückhalten. Die lösen das Desaster nämlich nicht auf, die verlagern nur die Verantwortung und machen blind.
Ich rate jedem auf allen Ebenen, maßvoll mit Vorwürfen, Beschimpfungen und Anordnungen umzugehen, man sollte sich auch künftig noch in die Augen sehen können, allen Meinungsverschiedenheiten zum Trotz. Unbedingt ist die Verhältnismäßigkeit der Mittel zu wahren.

In solchen Situationen hat niemand mehr Recht als der andere.

Hass und Hetze zerstören sonst unser ohnehin bereits beschädigtes soziales Gefüge und unseren inneren Frieden im Land, und auch in unseren Gemeinden und in unseren Familien. Schon die Aussage, ein Landkreis und damit die in ihm lebenden Menschen, wären ein Hotspot, ist doch bereits eine Diskriminierung. Wenn das ganze Land „ein einziger Ausbruch“ ist (Lothar Wieler, RKI), dann sind die Sonneberger nicht mehr oder weniger „unbesonnen“ als die Bewohner anderer Landkreise. Das Corona-Virus kennt keine Landkreis- und keine Ländergrenzen.

Wir müssen aufhören, auszugrenzen und abzugrenzen, wir müssen das alle gemeinsam durchstehen. Wir müssen Kräfte, Kenntnisse und Erfahrungen bündeln.

Solange es kein 100%iges Gegenmittel gibt, müssen wir in die Forschung investieren, die Kapazitäten der Krankenhäuser erhöhen und die Hausärzte stärken und unterstützen. Damit jedem – und ich meine wirklich jedem - geholfen werden kann, der krank wird und ärztliche Hilfe braucht. Egal ob geimpft oder ungeimpft, egal ob leider Corona, leider Herzinfarkt oder leider Beinbruch.

Die sogenannten Triagen sind nicht erforderlich wegen Geimpften oder Ungeimpften.

Unser Gesundheitswesen ist schon so weit heruntergefahren, dass Opfer von größeren Naturkatastrophen oder der Corona-Pandemie Angst haben müssen, ob sie stationäre Aufnahme finden oder nicht. Wir müssen zuallererst aufhören, den Abbau von Krankenhausbetten zu fördern. Sie glauben das nicht? Tatsächlich ist es so. Wenn Krankenhausbetten reduziert werden, gibt es Förderung dafür, aus dem Krankenhausstrukturfonds.

In der Verordnung heißt es:

„Des Weiteren wird nunmehr der Abbau von krankenhaus-planerisch festgesetzten Betten nach Anzahl der Verminderung pauschal gefördert. Ausgehend von einer Bagatellgrenze von bis zu 10 Betten stellen sich die Förderungen wie folgt dar:

11 bis 30 Betten: 4.500 € je Bett
31 bis 60 Betten: 6.000 € je Bett
61 bis 90 Betten: 8.500 € je Bett
Mehr als 90 Betten: 12.000 € je Bett“

Im Gesundheitswesen geht es an vielen Stellen nur noch betriebswirtschaftlich orientiert und unternehmerisch denkend zu. Krankenhäuser müssen sich „rechnen“.

Ich finde, das ist der eigentliche Notstand und den haben wir in unserem Land selbst geschaffen. Nachvollziehbar auch direkt vor unserer Haustür in Neuhaus am Rennweg.
Stellen wir gemeinsam nicht mehr die Frage nach der Schuld. Grenzen wir niemanden aus, weil er etwas nicht genauso macht, wie wir es selbst machen. Nehmen wir einfach zur Kenntnis, dass der andere auch berechtigte Gründe haben kann. Ziehen wir in Erwägung, dass der andere eventuell auch Recht haben könnte.

Achten wir einfach unser Grundgesetz:

Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
Die Freiheit der Person ist unverletzlich.
Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Üben wir besonders Toleranz und haben Verständnis für unsere Mitmenschen, vor allem für unsere Kinder. Damit wäre eine gute Grundlage für unser Zusammenleben gelegt. 

Euer Bürgermeister
Uwe Scheler


Mein Fazit




Quelle: Bild "Hands" von Pixabay

Donnerstag, 29. April 2021

Die ganze heilige Hochzeit



Lilith streift auf ihren sanften Sohlen durch das erste saftig grüne Gras im Paradies. Sonnengelber Löwenzahn und sternenweiße Gänseblumen schmücken als Blumenkranz ihr schillerndes Haar. Wohlig lustvoll windet sich ein Königspython um die Rundungen ihrer neu erwachten Ur-Weiblichkeit. Sie tun einander gut, genießen ihr liebevolles Spiel und gehen schließlich gemeinsam darin auf. 

Adam lehnt an einem reifen Apfelbaum und sonnt sich sein Gemüt. Ein Windhauch streift die Blätter neckend und mit ihrem Rascheln erwacht die Schlange auf seinem Bauch. Liebevoll umfasst er seine neu erwachte Ur-Männlichkeit. Sie tun einander gut, genießen ihr lustvolles Spiel und gehen schließlich ganz darin auf. 

Es duftet nach Sommer, die Natur singt ihre schönsten Lieder, mit zwei Äpfeln in der Hand trifft Adam seine Lilith wieder. Sie erkennen sich und Gottes Eros erwächst im Menschen zum Leben. Als unschuldige Kinder von Vater Himmel und Mutter Erde, wild und frei und ungezähmt verzehrt es sie nach dem jeweils anderen. Ihr Kuss schmeckt dem Biss in einen Apfel gleich. Süßer Nektar rinnt durch ihre Kehlen. Rhythmisches Wiegen entflammt sie zu leidenschaftlichem Begehren. Ein Feuer, das ihre Körper beseelt. Eine Urkraft, die für stetige Erneuerung steht. Ihr zärtlicher Kampf stimmt sie ein zum ebenbürtigen Wechsel der Höhen. Die Nachtigall beginnt zu singen und beeindruckt von ihrem Lied bekundet Adam seiner Lilith: "Ich kann mich mit dir noch selbstbewusster lieben. Ich danke dir dafür." Im gleichen Atemzug gesteht Lilith ihrem Adam: "Danke Adam, dass du aussprichst was schon immer für dich in meinem Herzen liegt." Die Liebe als ein Geschenk in ihren Armen haltend feiert die ganze göttliche Existenz mit ihnen ihr heiliges Hochzeitsfest.




 



Dieses Lied widme ich ebenso meinem geliebten Löwen
Roooaaauuurrrr!



Quelle:
Bild "Lilith", John Collier
Bild "Wedding", Pixabay

Ode an meine Gitarre II

(Der Ursprung - 2015)  Zur Mittsommernacht geboren, eine Romanze, seidig ihr Körper und hauchzart ihr Klang. Selig schlummernd in der Wiege,...